| Nach der Neugründung des Deutschen Roten Kreuzes im Jahre
1950 konnte auch im Sozialbereich die Arbeit wieder aufgenommen werden. In
den fünfziger Jahren waren die ehrenamtlich tätigen Damen des
Sozialdienstes des DRK Hilden vor allem damit beschäftigt, die durch den
Krieg verursachte Flüchtlingswelle aus Osteuropa (auch aus der DDR) zu
bewältigen. Lebensmittel und Kleidung mussten organisiert werden und
unter den Bedürftigen verteilt werden. Der Aufbau des Sozialdienstes im
hiesigen Ortsverein ist vor allem der Verdienst von Frau Abarth, die seit
der Aufnahme ihrer Tätigkeit beim DRK Hilden im Jahre 1951 fast
ununterbrochen diesen Fachbereich geleitet hat.
Das Deutsche Rote Kreuz Hilden hat neben Sanitätsdiensten stets einen
sozialen Beitrag geleistet. In alten Zeiten nannte man das
Wohlfahrtspflege.
In den 100 Jahren gab es zu jeder Zeit Mitbürger, die um das Wohl in
Not geratener Menschen besorgt waren. Hilfsbereite Damen gingen in die
Häuser, um bei Krankheiten Pflegedienste zu leisten. In Nähstuben, die
in den Privathäusern
von Fabrikantenfamilien eingereichtet wurden, konnten bedürftige junge
Frauen ihre Aussteuer nähen. Die teuren Materialien, wie Stoffe, Garne
etc. bekamen sie vom Roten Kreuz gestellt.
In den beiden Weltkriegen gab es viele Frauen, die in Lazaretten
mithalfen, Bahnhofsdienste leisteten. Denn nach Bombennächten wurden alle
Hilfskräfte gebraucht, um Obdachlose zu betreuen. Als nach dem 2.
Weltkrieg viele Menschen ihre Heimat verlassen mussten gab es unzählige
Möglichkeiten des Einsatzes die vom DRK übernommen wurden. Eine sehr
wichtige Einrichtung war der Suchdienst. Ganze Familien waren
auseinandergerissen auf der Flucht, Männer und Söhne aus der
Gefangenschaft kommend, wussten nicht, wo ihre Angehörigen geblieben
waren. Bei der Familienzusammenführung erbrachte das DRK einen wertvollen
Einsatz.
Neue Aufgaben im sozialen Bereich stellte das DRK im Jahre 1977 vor.
Ein Ausbildungsprogramm des Generalsekretariates zeigte moderne Wege auf.
Es wurde ein Pionierprojekt in der Bundesschule Meckenheim vorgestellt,
bei dem bewährte, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen als Übungsleiter für
Senioren-Gymnastik ausgebildet werden sollten. Als Grundlage diente die
Idee des "Schweizer Verbandes für Altersturnen".
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